Marokko 2013 – Waynes waren on Tour

Etwas verspätet folgt noch ein kleiner Reisebericht über unsere Abenteuerreise in Marokko. Geplant war, dass ich wie in Irland, täglich kurz das erlebte niederschreibe. Leider fiel die Sicherung immer raus sobald das Notebook angeschlossen wurde und so muss das Ganze halt aus dem Gedächtnis geschrieben werden.

Wir starteten am Freitag, 3. Mai gegen Abend mit dem Einräumen des Wohnmobils. 7 Personen versuchten ihr Hab und Gut für zwei Wochen in die zugeteilten „Kästlein“ zu verstauen. Ein Grossteil des Platzes ging für unseren Biervorrat drauf, daher verzichteten wir auch gerne auf mehr Platz für Kleider. Ein Gruppenfoto durfte natürlich nicht fehlen, blöderweise war Yann gerade Most holen und ist somit beim Startfoto nicht vertreten.

Es ging los Richtung Genua, wo am nächsten Abend die Fähre auf uns wartete. Unser Panzerfahrer hatte einen guten Drive und so waren wir ca. 4 Uhr morgens bereits in Genua. Die meisten hatten nach der flüssigen Fahrt bereits Tribut gezollt und waren am pennen. Das Wohnmobil wurde, dem Zürcher Motto: „Schlafed under Brugge“ getreu, geparkt und ein paar Stunden legte sich auch der Rest hin. Dann wurden wir mit „Taaangeri, Taaaangeri“ Geschrei geweckt. Peter versuchte dem Hafenmeister klar zu machen auf welche Fähre wir müssen. Der Panzer wurde in der Warteschlange geparkt und um uns herum standen Kleintransporter, welche massiv überfüllt waren. Wir entschieden uns dazu die Stadt zu besichtigen und marschierten los. In der Altstadt gab es Kaffee und Pizza und dann wurden einige Touristenplätze angeschaut. Wir liefen etwas orientierungslos in der Gegend rum und fanden dann ein kleines gemütliches Restaurant wo wir mit feinster Pasta verwöhnt wurden.

Wir mussten uns dann langsam beeilen damit wir pünktlich zurück kamen und dann ging es auf die Fähre. Wir bezogen unsere Kojoten und erkundeten das Schiff. Es hatte eine Bar und man konnte etwas essen, also alles was wir brauchten – denn wir sollten nun 2 Tage auf dem Schiff verweilen.

Nach dem Essen verweilten wir in der Bar und als das Personal dann alle Besucher rausschmiss profitierten wir das erste Mal vom Schweizer-Bonus und wir durften noch bleiben. Es war ein feucht-fröhlicher Abend und in den frühen Morgenstunden legten wir uns dann schlafen. Die restliche Zeit verbrachten wir mit Kartenspielen und den Biervorrat auf dem Schiff zu vernichten.

Als man dann endlich Land sah war man froh, bald in den Camper steigen zu können und das Land zu erkunden.

Man steuerte den ersten Campingplatz an und schlug das Lager auf. Da es im Camper zu wenig Platz hatte, hatten wir noch ein Zelt dabei und man wechselte sich jeden Abend ab. Wir machten uns dann auf den Weg in ein Restaurant und konnten zum ersten Mal ein richtiges marokkanisches Essen zu uns nehmen. Es gab Tajine, Couscous und Brochette und das würde es auch noch die weiteren zwei Wochen geben, aber das Essen war wirklich lecker. Am Abend gab es dann noch ein Bierchen und man legte sich hin.

Am nächsten Tag ging die Fahrt weiter und man hielt bei einer Bank um das nötige Kleingeld zu erhalten. Wenn man bedenkt, dass man für ca. 5 Franken eine Mahlzeit und Getränke bekommt, hatten wir sicherlich genügend Geld dabei. Im Wohnmobil wurde getanzt, gesungen und getrunken.

Man fuhr über Bergstrassen und war verzaubert von der einzigartigen Landschaft, sobald irgendwo ein bisschen Wasser floss war alles grün und rundherum Gestein und Wüste.

In Marrakesch wollten wir zwei Tage halt machen und am ersten Tag besuchten wir den Markt und der ist gewaltig. Man könnte so ziemlich alles kaufen was das Herz begehrt und als unsere Mägen zu knurren begannen suchten wir einen Stand, an jenem wir etwas essen konnten. Diese „Restaurant“ stehen direkt nebeneinander und alle versuchen die Gäste an ihren Stand zu holen. Das Argument „Face to Face – romantic place“ überzeugte uns dann schliesslich und wir nahmen Platz. Am Abend wollten wir noch das Ausgangsleben im westlichen Teil testen. Zu viert machten wir uns auf den Weg und fanden dann auch eine erste kleine Bar in jener gerade Happy Hour war, gegen den späteren Abend ging man noch in einen Nobelclub und liess es sich dort gut gehen.

Am frühen Morgen suchten wir uns ein Taxi, angeblich dürfen diese nur drei Personen mitnehmen und so musste ich mich auf dem Rücksitz ganz klein machen. Das dies nicht gut gehen würde war schon im Vorfeld klar und er wurde erwischt, Lappen weg. Er durfte uns aber noch auf den Campingplatz fahren.

Zwei Pfaus weckten uns dann nach einigen Stunden Schlaf und wir machten uns wieder auf den Weg in die Stadt, wo noch einige Touristenschauplätze abgeklappert wurden.

Marrakesch wurde dann hinter uns gelassen und es ging weiter über die meistens gut ausgebauten Strassen. Man schaute sich den Platz an wo ein Teil von Gladiator gedreht wurde und dort hatten wir sogar einen Pool beim Camping.

Die Tage hindurch waren wir dann meistens Unterwegs und am Abend war man auf dem nächsten Camping. Zu unserer Freude hatten die meisten ein piscine und wir konnten uns jeweils abkühlen. Die Temperaturen stiegen teilweise über 40 Grad und so war ein Sprung ins kühle Nass das Beste.

Man traf einen alten Bekannten von Peter und dieser führte uns zu Fundplätzen von Trilobits und sonstigen Gesteinen. Mit Hammer bewaffnet versuchten wir unser Glück und machten den einen oder anderen Fund.

Von dort aus ging es dann endlich in die Wüste und wir wollten die oberste Düne erklimmen. Vor der Abreise wurde aber erst einmal Wasserball gespielt und sich so richtig ausgepowert. Mit Weisswein und Turban ausgerüstet ging es auf den Weg und nach ca. einer Stunde hatten wir unser Ziel erreicht. Die Aussicht war einmalig und so genoss man den wohlverdienten Gipfelwein.

Am nächsten Morgen ging es mit den mitgebrachten Skis auf Pistensuche und die Herren versuchten ein paar „Bögli“ zu machen. Später wurde noch mit Quads durch die Wüste geheizt.

Weiter ging es zum nächsten Bekannten von unserem Panzerfahrer, mit diesem konnten wir Minen anschauen und weitere Fundstellen von Steinen. Peter hatte unterdessen genug Steine für ein Mehrfamilienhaus gekauft, es sollten aber noch mehr werden. Da wir recht spät unterwegs waren lud uns der Steinhändler zu sich nach Hause ein und wir konnten auch gleich dort übernachten.

Ja und die Reise neigte sich auch schon langsam dem Ende. Da wir einen Campingplatz nicht gefunden haben, sind wir durchgefahren und versuchten eine Nachtfähre zu erreichen. Nach langem Hin und Her stellte sich heraus, dass es noch eine geben würde und wir hatten Glück und konnten noch einen Platz ergattern. Beinahe hätten wir noch einen Flüchtling mitgenommen, aber der Polizist hatte aufgepasst und den blinden Passagier vom Dach geholt.

Die Zeit auf der Fähre wurde in der Bar verbracht und es wurde recht schnell wieder hell und dann standen uns noch 2000km Fahrt bevor. Nach zwei drei Stops waren wir dann auch schon zu Hause und gönnten uns noch einen letzten Schluck Most.

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