Wild Wild Paintball

Der letzte Sonntag stand ganz im Zeichen der Farbkugel.

Gegen 14 Uhr besammelten sich die mutigen Krieger und Kriegerinnen, es lag eine gewisse Spannung in der Luft und man verteilte sich auf diverse Kutschen.

Dank der Westumfahrung war man im Nu im Aargau, kurzerhand danach in Luzern und wenige Sekunden später wieder im Aargau. Somit hatten wir auch bei diesem Trip unseren Umweg durch das Ausland gemeistert.

Da man mehr Zeit für den Weg eingeplant hatte, setzten wir uns erstmal in die Bar und bestellten Zielwasser. Die Wartezeit wurde genutzt um die neue Waynes Kollektion vorzustellen und die Mitglieder hatten die Möglichkeit ihre Bestellung zu tätigen.

Der Instruktor der Paintballfarm begrüsste uns, erklärte das Material und welche Ausrüstung gekauft werden kann. Nun wurden Overalls und Protektoren gefasst – je nach Vorliebe für Schmerzen etwas mehr oder weniger.

Hier zeigte sich, dass der Vorstand dem Organisator blind vertraute. Don Lulu zog sich die Ellbogenschoner über die Beine. Erstaunlich war, dass er diese überhaupt montieren konnte. Denn bei uns blieben sie am Knöchel hängen. Nach kurzer Intervention des Instruktors wurden die Ellbogenschoner dann auch an der richtigen Stelle platziert.

Es folgte das obligate Einführungsvideo, in welchem gezeigt wurde wie der Markierer gesichert wird und an welche Regeln man sich halten müsse.

Die knapp 35-köpfige Truppe fasste nun ihre Waffen und durfte am Schiessstand ein erstes Gefühl für den Markierer finden.

Die Teamaufteilung fand durch Nummerzuweisung statt und so spielte Team Gelb (ungerade) gegen Team Blau (gerade). Es wurde kurz das dreistöckige Haus erklärt und die beiden Teams nahmen an ihren Startplätzen die Stellung ein.

Noch 10 Sekunden und dann ertönte der Pfiff, der Krieg war eröffnet – Spielmodus Last Man Standing. Die Mannschaften spurteten los und suchten sich die bestens Positionen, die Kugeln flogen einem mit bis zu 200km/h um die Ohren bzw. zu Beginn um die Füsse, da viele zum ersten Mal einen Markierer in der Hand hielten und zuerst ein wenig Routine erarbeiten mussten.

Zack und ein Treffer am Bein, Hand in die Luft und Out schreien. Zum Glück hatten wir keine schreckhaften Personen sowie nervöse Zeigefinger dabei und man konnte ohne erneut angeschossen zu werden zum Sammelplatz laufen. Ich weiss nicht wie es bei der Mehrheit ist, aber ich für meinen Teil habe die schmerzhaftesten Treffer erhalten, als ich bereits ausgeschieden und auf dem Weg zum Ausgang war.

Nach zwei Runden wurde der Modus gewechselt, nun bekam jedes Team einen Präsidenten, welchen es zu beschützen galt. Diese Runden gingen eindeutig an Team Blau. Der gelbe Präsident verschanzte sich in Terroristenführermanier unter einer Treppe und wurde von einer ganzen Horde gestürzt.

Ein weiterer Modus war Capture the Flag. Im obersten Stockwerk war eine „Flagge“ und diese galt es zu einem Buzzer im Erdgeschoss zu bringen. Hier hatte man je nach Startplatz ein wenig Vorteil.

Egal welcher Modus, wenn man direkt getroffen wurde, unabhängig ob Gegner oder Kamerad musste man in den Sammelplatz und dort war für die durstige Kehle gesorgt. Also schnappte man sich immer wieder mal ein Bierchen oder ein Wasser. Es war definitiv anstrengender als ich erwartet hatte. Dafür schmerzten die Treffer weniger als angenommen.

Es folgten weitere Runden Last Man Standing und hier zeigte sich nun, dass Team Gelb den besseren Tag erwischt hatte. Ich muss erwähnen, dass Team Blau gegen Ende ein wenig vermindert angetreten ist, da die Ladies ein Kaffeekränzchen veranstalteten, aber diese Ausrede darf eigentlich nicht geltend gemacht werden.

Die 3.5 Stunden vergingen wie im Flug und es kam zur letzten Runde. Einfach die restliche Munition verschiessen lautete das Motto. Hier kam es auch zu den heftigsten Treffer, da man einfach wieder an den Startpunkt durfte und dann weiterspielen.

Lustige Szenen spielten sich ab, denn je zwei Mates standen hinter einer Mauer und man schoss lediglich mit dem Markierer um die Ecke. Die Treffer an der Hand fitzten ganz ordentlich. Angreifer rutschten um die Kurve und lagen wehrlos am Boden, was teilweise recht einladend war eine kleine Serie abzulassen.

Die Munition ging aus und so kam der Ausflug langsam zum Ende. Beim Umziehen wurden die ersten Kriegsverletzungen begutachtet und der eine oder andere nahm bereits blaue Flecken nach Hause, welche in ein paar Tagen sich in alle Farben ändern werden.

Einige trafen sich dann noch in der Stammkneipe und assen, nach gefühlten 3 Stunden Wartezeit, noch etwas und tranken einen Gutenachtschlummi.

Ein gelungener Ausflug, viel Spass, Schmerzen und lustige Erinnerungen – was will man mehr!

Schaut auch in Zukunft wieder mal auf unserer Seite vorbei. So verpasst ihr keinen Ausflug, welcher durch die Waynes organisiert wird.

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